Corona-Krise: Auswirkungen auf den Immobilienmarkt

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Nach ersten Einschätzungen des Immobilienverbands Deutschland IVD wird die Corona-Krise den Immobilienmarkt kurz-, mittel- und langfristig beeinflussen. Während der IVD sich bei den Entwicklungen durch die Corona-Krise auf die Assetklasse der Wohnimmobilien relativ optimistisch zeigt, sieht er negative Auswirkungen in den Assetklassen Büroimmobilien sowie Einzelhandel und Gewerbeimmobilien.

Wohnimmobilien gelten, laut IVD, immer noch als eine sichere Anlageform. Auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt der Kauf von Wohnimmobilien stagniert und weder kleine Privatkäufer noch Kapitalanleger große Investitionsentscheidungen treffen, sieht der IVD lediglich eine Verschiebung der Kaufentscheidung auf einen späteren Zeitpunkt. Nach wie vor und vor allem in Krisenzeiten ist, laut IVD, die Investition in eine Wohnimmobilie eine sichere Anlageform. Denn Wohnimmobilien und die Nachfrage nach Wohnraum wird es immer geben. Ebenso sieht der IVD keine extremen Preiseinbrüche auf dem Wohnimmobilienmarkt. Es kann lediglich zu einer Verlangsamung des Wachstums im Bereich der Miet- und Kaufpreise kommen.

In der Assetklasse der Büroimmobilien ist allerdings mit einem Rückgang der Bürobeschäftigten und somit auch der benötigten Büroflächen zu rechnen. Der Bedarf nach Büroimmobilien wird laut IVD sinken, sodass weniger Mietverträge abgeschlossen werden und Neumieter sich nicht mehr auf Mietzeiten von fünf oder zehn Jahren verpflichten wollen. Ein noch größerer Rückgang ist im Bereich Gewerbeimmobilien und dem Einzelhandel zu erwarten. Aufgrund des durch die Corona-Krise ausgelösten fehlenden Umsatzes und der weiterlaufenden Kosten wird es zu zahlreichen Insolvenzen im Einzelhandel, in der Gastronomie sowie der Hotellerie und somit zu freien Gewerbeflächen kommen. Für Vermieter wird es auch hier schwer, neue Mietverträge, vor allem mit längeren Laufzeiten, abzuschließen.

Quelle: IVD
© photodune.net

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Ute Gerlach

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