Urteil: Räumungsklage des Vermieters unzulässig:

Urteil: Räumungsklage des Vermieters unzulässig:

Urteil: Räumungsklage des Vermieters unzulässig:

Urteil: Räumungsklage des Vermieters unzulässig:

Urteil: Räumungsklage des Vermieters unzulässig:
Urteil: Räumungsklage des Vermieters unzulässig:

In einem Rechtsstreit (AZ 39 C 114/20) kündigt ein Vermieter einer Mieterin das Mietverhältnis fristlos, hilfsweise ordentlich und verlangt die Räumung und Herausgabe der Wohnung. In dem Kündigungsschreiben gab der Vermieter gleich mehrere Kündigungsgründe an. So wäre die Mieterin nicht ihrer Sorgfaltspflicht gemäß § 536c Abs. 1 BGB nachgekommen, da sie versäumt hat, Mängel am Mietobjekt zu melden. Zudem habe sie Gegenstände und Trödel im Keller, auf dem Dachgeschoss sowie im Eingangsbereich und Hof unberechtigt gelagert und diese trotz Abmahnung nicht entfernt.

Auch habe sie dem Vermieter den Zugang zur Wohnung verwehrt, um Rauchmelder anzubringen. In diesem Punkt ging der Kündigung ein Schreiben voraus, in welchem der Vermieter zwei Termine innerhalb einer Kalenderwoche zum Anbringen der Rauchmelder vorschlug. Da die Mieterin auf das Schreiben und die Terminvorschläge nicht reagierte, verfasste der Prozessbevollmächtigte des Vermieters ein weiteres Schreiben, in dem er die Mieterin abmahnte und mit einer Kündigung drohte. Die Mieterin reagierte mit einem vom Mieterverein verfassten Schreiben und widerlegte die Notwendigkeit der geforderten Maßnahmen bzw. ihr Versäumnis, ihren Mieterpflichten nicht nachgekommen zu sein. Auf die Kündigung des Vermieters sowie die Aufforderung zur Räumung und Herausgabe der Wohnung reagierte sie ebenfalls nicht.

Die Räumungsklage des Vermieter vor dem Amtsgericht Gießen hatte keinen Erfolg. Nach Prüfung der Sachlage durch einen Sachverständigen konnten keine Mängel am Mietobjekt festgestellt werden. Die Lagerung von Trödel und Gegenständen sei kein Kündigungsgrund, denn diese stellten weder eine Geruchsbelästigung für die Mitmieter dar noch beschädigten oder gefährdeten sie die Bausubstanz. Hinsichtlich der Installation der Rauchmelder schätze zum einen der Mietverein die Situation unzureichend ein, zum anderen zeigte die Mieterin im Nachhinein ihre Bereitschaft zur Duldung des Anbringens der Rauchmelder. Demnach habe der Vermieter gemäß §§ 546, 985 BGB, keinen Anspruch auf Räumung und Herausgabe der Wohnung seitens der Mieterin.

Quelle: AG Gießen
© photodune.net

Dieser Newsfeed wird zur Verfügung gestellt von: wavepoint GmbH & Co. KG 

Lesen Sie auch:

Urteil: Räumungsklage des Vermieters unzulässig:

Ute Gerlach

Das könnte Sie auch interessieren:

Preisfindung, Schönheitsreparaturen und Besichtigung

Preisfindung, Schönheitsreparaturen und Besichtigung

Preisfindung, Schönheitsreparaturen und Besichtigung Worauf kommt es an beim Immobilienverkauf? Wer sich mit dem Gedanken …

Immobilien-Fotografie: Direkt ins Herz – der erste Eindruck zählt

Immobilien-Fotografie: Direkt ins Herz – der erste Eindruck zählt

Immobilien-Fotografie: Direkt ins Herz – der erste Eindruck zählt Professionelle Immobilien-Fotografie trägt maßgeblich zum Verkaufserfolg …

Immobilie verkaufen - Wie ist der zeitliche Ablauf?

Immobilie verkaufen: Wie ist der Ablauf eines Immobilien-Verkaufs?

Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen? Nachstehend möchte ich Ihnen die einzelnen Phasen des Immobilien-Verkaufs in …

gerlach immobilien:

persönlich. individuell. anders.

kundenstimmen:

Gerlach Immobilien hat 4,91 von 5 Sternen | 138 Bewertungen auf ProvenExpert.com
Immobilienmakler Hochtaunus - persönlich. individuell. anders.
Scroll to Top

persönlich. individuell. anders.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner