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ESG-Kriterien: Nachhaltige Immobilien

Modernes Einfamilienhaus im Hochtaunus mit Photovoltaikanlage und Wallbox als Beispiel für ESG-konforme Immobilien
ESG-Kriterien bei Immobilien: Solaranlage und E-Mobilität steigern den Wert.

ESG (Environmental, Social, Governance) ist in der Immobilienbranche längst kein bloßes Modewort mehr. Für Eigentümer im Hochtaunus hat es mittlerweile harte finanzielle Konsequenzen. Banken finanzieren ungern unsanierte Objekte, und Käufer in Regionen wie Bad Homburg, Oberursel oder Kronberg achten penibel auf die Energiebilanz.

Wer heute eine Immobilie verkaufen möchte, muss verstehen, wie ESG den Marktwert beeinflusst – und ob ein „Brown Discount“ (Preisabschlag für unsanierte Gebäude) droht.

 

Was bedeutet ESG konkret für Privateigentümer?

Während Großkonzerne komplexe ESG-Berichte schreiben müssen, bricht sich das Thema für Sie als Hausbesitzer auf drei greifbare Faktoren herunter, die direkt im Kaufvertrag spürbar werden:

1. E – Environmental (Umwelt & Energie)

Der wichtigste Punkt beim Hausverkauf. Käufer fragen heute sofort:

  • Heizung: Ist noch eine alte Ölheizung von 1995 verbaut oder bereits eine Wärmepumpe/Hybridlösung?

  • Dämmung: Sind Dach und Fassade energetisch auf dem Stand des GEG (Gebäudeenergiegesetz)?

  • Energieausweis: Ein roter Bereich im Energieausweis (Klasse F, G, H) ist oft ein massives Preisargument für Käufer, um den Preis zu drücken.

2. S – Social (Soziales & Wohnkomfort)

Im Hochtaunus ist die Zielgruppe oft anspruchsvoll und plant langfristig.

  • Barrierefreiheit: Ist das Haus altersgerecht umbaubar?

  • Gesundheit: Wurden schadstofffreie Materialien verwendet?

  • Umfeld: Wie ist die Anbindung an ÖPNV und Nahversorgung? (Wichtig für die Bewertung der Lagequalität).

3. G – Governance (Führung & Dokumentation)

Für Privateigentümer bedeutet dies Transparenz. Nichts schreckt Käufer (und deren finanzierende Banken) mehr ab als fehlende Unterlagen.

  • Liegt ein aktueller Grundbuchauszug vor?

  • Sind alle Baugenehmigungen (auch für den Wintergarten oder Carport) vorhanden?

  • Gibt es ein lückenloses Protokoll der letzten Modernisierungen?

 

Der „Brown Discount“: Gefahr für Bestandsimmobilien im Taunus

Im aktuellen Markt sehen wir eine deutliche Preisschere. Während moderne, ESG-konforme Neubauten (Green Premium) hohe Preise erzielen, müssen Eigentümer von unsanierten Altbauten mit Abschlägen rechnen.

Warum ist das so? Banken sind durch EU-Taxonomie-Vorgaben verpflichtet, ihre Kreditbücher „grün“ zu halten. Das bedeutet: Ein Käufer bekommt für ein unsaniertes Haus der Energieklasse H oft schlechtere Zinskonditionen oder weniger Kreditvolumen. Das senkt die Nachfrage und damit Ihren Verkaufspreis.

Experten-Tipp: Investieren Sie vor dem Verkauf nicht blind. Oft lohnt sich eine Komplettsanierung vor Verkauf nicht – aber das Vorliegen eines Sanierungsfahrplans (iSFP) schafft Vertrauen und zeigt dem Käufer das Potenzial auf.

 

Checkliste: Ist Ihre Immobilie „ESG-Ready“ für den Verkauf?

Bevor Sie Ihre Immobilie in Bad Homburg oder Königstein auf den Markt bringen, prüfen wir folgende Punkte:

  • [ ] Energieausweis: Ist er aktuell (nicht älter als 10 Jahre) und korrekt?

  • [ ] Heizungstechnik: Müssen Austauschpflichten nach § 72 GEG beachtet werden?

  • [ ] Dokumentation: Sind alle Bauunterlagen digitalisiert und griffbereit?

  • [ ] Potenzial: Gibt es Möglichkeiten für PV-Anlagen oder Wallboxen, die wir im Exposé hervorheben können?

 

Fazit: Nachhaltigkeit sichert Ihr Vermögen

ESG ist keine Bürokratie, sondern ein Wertfaktor. Eine transparente Aufbereitung dieser Kriterien schützt Sie vor Nachverhandlungen und sichert Ihnen den bestmöglichen Marktpreis im Taunus.

Wir unterstützen Sie dabei, die „grünen Qualitäten“ Ihrer Immobilie richtig zu bewerten und zu vermarkten, u.a. im einem iSFP.

 

 

 

 

Muss ich mein Haus vor dem Verkauf energetisch sanieren?

Nein, es gibt keine generelle Pflicht zur Sanierung vor dem Verkauf. Allerdings müssen Käufer über anstehende Pflichten (z.B. Heizungstausch nach GEG) informiert werden. Ein unsaniertes Haus erzielt zudem meist einen geringeren Preis.

Ein verbrauchsorientierter Ausweis kostet oft unter 100 Euro, ein bedarfsorientierter (genauerer) Ausweis liegt meist zwischen 300 und 500 Euro. Für den Verkauf empfehlen wir bei älteren Häusern oft den Bedarfsausweis, um Transparenz zu zeigen. 

Ja, massiv. Viele Banken bieten Zinsrabatte für energieeffiziente Immobilien (Klasse A oder B). Umgekehrt prüfen Banken bei Klasse G oder H sehr genau, ob der Käufer sich die nötige Sanierung leisten kann.

Ute Gerlach

Inhaberin & Sachverständige für Immobilienbewertung - Seit über 20 Jahren begleite ich Immobilien-Eigentümer beim Verkauf ihrer Immobilie. Gemeinsam machen wir Ihre Immobilie sichtbar und setzen sie ins beste Licht. Mit Strategie zum erfolgreichen Immobilien-Verkauf .... sicher & stressfrei. Verkaufserfolg ist kein Zufall. Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie mich gerne für eine unverbindliche Beratung!

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