Für den Verkauf einer hochwertigen Immobilie ist nicht die Größe der Maklermarke entscheidend, sondern wer den Verkauf tatsächlich führt: wie der Angebotspreis hergeleitet wird, wie die Immobilie präsentiert wird, welche Käufer erreicht werden und wer am Ende verhandelt. Diese Punkte lassen sich bei jedem Makler prüfen, ob er unter einem bekannten Namen auftritt oder ein eigenes Büro führt.
Viele Eigentümer einer Villa, eines Landhauses oder einer großzügigen Wohnung laden zuerst eine bekannte Maklermarke ein. Das ist nachvollziehbar. Ein großer Name verspricht Reichweite, internationale Käuferkontakte und Erfahrung mit hochpreisigen Immobilien. Die Frage ist nur, was davon beim eigenen Verkauf tatsächlich ankommt.
Dieser Beitrag ordnet die Kriterien ein, die bei der Wahl wirklich zählen, und zeigt am Beispiel meiner eigenen Arbeit, wie ein unabhängiges Büro die Netzwerkfrage beantwortet.
Was eine große Maklermarke leistet und was sie nicht entscheidet
Große Maklermarken haben echte Stärken. Sie sind bekannt, haben viele Standorte und eine einheitliche Präsentation. Für manche Eigentümer gibt ein vertrauter Name Sicherheit, und das ist ein legitimer Grund, einen solchen Makler einzuladen.
Auch unter einer großen Maklermarke kann das örtliche Büro von selbstständigen Unternehmerinnen oder Unternehmern geführt werden. Wer die Immobilie bewertet, die Besichtigungen führt und mit den Käufern verhandelt, ist deshalb auch dort eine bestimmte Person mit eigener Erfahrung und eigener Arbeitsweise. Die Marke bestimmt den Rahmen. Wie gut ein Verkauf läuft, entscheidet sich an der Arbeit vor Ort.
Reichweite: Wie ein unabhängiges Büro vernetzt ist
Der häufigste Einwand gegen ein unabhängiges Büro lautet, dass ihm das große Netzwerk fehle. Für meine Arbeit trifft das nicht zu, und es lässt sich konkret beschreiben.
Bundesweite Zusammenarbeit im Kollegium der Immobilienwirtschaft
Ich bin Mitglied im Kollegium der Immobilienwirtschaft, einem bundesweiten Zusammenschluss von über 400 unabhängigen Maklerinnen und Maklern. Die Mitglieder arbeiten über Regionsgrenzen hinweg zusammen und schließen Geschäfte auch gemeinsam ab.
Wie das in der Praxis aussieht, zeigt ein Verkauf in Schmitten. Die Käufer hatten noch ein Haus in München. Dessen Verkauf hat ein Kollege aus dem Kollegium übernommen. Käufer, die in den Taunus ziehen, besitzen nicht selten noch eine Immobilie an ihrem bisherigen Wohnort. Wenn sich dafür ein verlässlicher Ansprechpartner findet, wird der Kauf für sie planbarer, und davon profitiert auch der Eigentümer, der hier verkauft.
Fachlicher Austausch mit rund 1.700 Maklerinnen und Maklern
Außerdem bin ich Mit-Administratorin der Facebook-Gruppe „MaklerDiskussion® - Immobilienmakler Fachforum“ mit derzeit rund 1.700 Mitgliedern, darunter Kolleginnen und Kollegen in den USA, etwa in Florida, und in Spanien, etwa auf Mallorca.
Dort werden schwierige Fälle offen unter Fachleuten besprochen, und neue Gerichtsentscheidungen, die den Immobilienverkauf betreffen, werden zeitnah eingeordnet. Wenn bei einem Verkauf eine rechtliche oder praktische Frage auftaucht, die nicht alltäglich ist, kann ich auf die Erfahrung vieler Kollegen zurückgreifen.
Und wenn ein Käufer aus dem Ausland kommt oder ein Eigentümer dorthin zieht, gibt es Kontakte vor Ort.
Regionale Partner rund um die Immobilie
Dazu kommt mein regionales Netzwerk aus Handwerkern und Dienstleistern im Taunus.
Das wird z.B. wichtig, wenn Eigentümer nicht in der Nähe wohnen oder ein geerbtes Haus verkaufen: Der Garten wird gepflegt, kleinere Reparaturen werden erledigt, und eine leerstehende Immobilie kann mit Home-Staging-Spezialistinnen eingerichtet werden, bevor die ersten Käufer kommen.
Wer betreut Ihren Verkauf tatsächlich?
Bei Gerlach Immobilien liegen Bewertung, Vorbereitung, Vermarktung, Besichtigungen und Verhandlung in einer Hand.
Ich bleibe vom ersten Gespräch bis zur Übergabe Ihre feste Ansprechpartnerin und kenne Ihre Immobilie, weil ich selbst durch jeden Raum gegangen bin.
Das ist kein Argument gegen größere Unternehmen, sondern eine Frage, die Eigentümer jedem Makler stellen sollten: Mit wem spreche ich in drei Monaten, wenn ein Käufer ein Angebot abgibt?
Wie der Angebotspreis entsteht
Wie aussagekräftig Vergleichsdaten sind, hängt davon ab, wie ähnlich sich die Immobilien tatsächlich sind. Je individueller eine Immobilie ist, desto weniger direkt vergleichbare Verkäufe gibt es in der Regel, und desto stärker kommt es auf die Einordnung von Lage, Grundstück, Zustand und Ausstattung an.
Der Angebotspreis entsteht bei mir deshalb aus einer eigenen Bewertung der Immobilie, aus der Auswertung der Angebotsdaten im jeweiligen Ort über mehrere Jahre und aus der Erfahrung aus Besichtigungen und Verkäufen. Mein Hintergrund als Bankkauffrau und Diplom-Betriebswirtin hilft mir, auch die Finanzierbarkeit und mögliche Rückfragen der finanzierenden Bank mitzudenken. Ein Preis, den die Bank des Käufers nicht nachvollziehen kann, kann den Verkauf verzögern.
Präsentation und Käuferansprache
Professionelle Fotografie, ein ausführliches Exposé, Video- und Drohnenaufnahmen sowie Social Media gehören bei mir zu jedem Verkauf. Vorgemerkte Kaufinteressenten erfahren von einer neuen Immobilie, bevor sie öffentlich beworben wird. Bei einer hochwertigen Immobilie liegt der Unterschied weniger darin, ob diese Mittel eingesetzt werden, sondern wie: was an diesem Haus sichtbar werden muss und welche Käufer zuerst angesprochen werden.
Welche Fragen ins Erstgespräch gehören
Wer mehrere Makler einlädt, kann sie mit denselben Fragen vergleichen:
- Wer bewertet die Immobilie, und wie wird der Angebotspreis hergeleitet?
- Wer führt die Besichtigungen und die Verhandlung?
- Welche vorgemerkten Kaufinteressenten passen bereits zu dieser Immobilie?
- Wie sieht Ihr Netzwerk konkret aus, und können Sie an einem Beispiel erklären, wie es einen Verkauf unterstützt hat?
- Was passiert, wenn sich in den ersten Wochen kein passender Käufer findet?
Die Antworten zeigen schnell, wie ein Makler arbeitet, unabhängig davon, wie bekannt sein Name ist.
Fazit
Eine bekannte Marke kann ein guter Grund sein, einen Makler einzuladen. Die Entscheidung sollte trotzdem an der Person fallen, die den Verkauf führt, und an ihrer konkreten Arbeitsweise. Reichweite entsteht nicht nur durch Filialen, sondern auch durch Zusammenarbeit unter unabhängigen Kollegen, die sich kennen und gemeinsam Geschäfte abschließen.
Wenn Sie den Verkauf einer hochwertigen Immobilie im Taunus oder im Rhein-Main-Gebiet planen, stellen Sie mir diese Fragen gern selbst. Im ersten Gespräch sehen wir uns Ihre Immobilie an und besprechen, wie ein Verkauf aussehen könnte.


